Buchstabe H - Haifisch bis Hong Kong
Haifisch
Haifische gibt es überall auf der Welt und in praktisch jedem Meer – auch im Mittelmeer. Gefährlich werden dem Mensch allerdings nur die größeren und gefräßigeren Exemplare wie Blauhaie, Hammerhaie, Weisse Haie. Besonders gefährlich ist auch der vor allem in (korrupten) Einwanderungsländern ver-breitete Geldhai! Jeglicher Kontakt sollte vermieden werden.


Haiti (Republik Haiti)
Der 27'750 qkm große Staat Haiti teilt sich mit der Dominikanischen Republik zusammen die Karibikinsel Hispañola, wobei Haiti den westlichen Teil der Insel einnimmt. Über 7,5 Millionen Menschen leben in der ehemals fran-zösischen Kolonie (Unabhängigkeit 1804). Haiti zählt zu den ärmsten Ländern der westlichen Hemisphäre.


Hanf (Marihuana, Cannabis, Gras, Haschisch, Hasch)
Wo die Sonne fast ganzjährig scheint, gedeiht auch meist der Hanf wunderbar. Doch sollte man sich bewusst sein, dass in vielen Ländern dieser Welt auf das Anpflanzen, Besitzen und Rauchen (Verkaufen sowieso) des Krautes langjährige Gefängnisstrafen stehen – selbst bei geringen Mengen! Vor allem in den südamerikanischen, asiatischen und afrikanischen Ländern sind die Haftbedingungen oft prekär und die Polizei kennt kein Pardon. Dies gilt übrigens generell und für alle Arten von Drogen.


Hanta-Virus (Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom, HFRS)
Infizierte Nagetieren scheiden das Hanta-Virus via Kot, Urin und Speichel aus. Der Mensch steckt sich durch Einatmung erregerhaltiger Luftteilchen an. Das bedeutet, dass der getrocknete Kot bzw. Urin aufgewirbelt und so der Virus eingeatmet wird. Eine Übertragung kann auch durch verunreinigte Nahrungs-mittel statt finden. Besonders gefährdet sind Personen, die in der Landwirt-schaft tätig sind und Camper (Aufenthalt in der freien Natur).

Die Inkubationszeit beträgt zwei bis drei Wochen. Danach kann es zu Fieber und leichten Blutungen kommen. Diese Symptome heilen ohne Folgen von selbst wieder aus. Bei 20 - 30% der Infizierten verläuft die Krankheit weit schwerer. Sie beginnt zumeist mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Später können unter Anderem Bauchkoliken, Blutungen und Störungen der Nieren-funktion auftreten, die im extremen Fall zu einem Nierenversagen, Schock und zum Tod führen.

Das Hanta-Virus kommt in ganz Europa (vor allem Finnland und den Bal-kanstaaten), Asien, Nord- und Südamerika sowie Afrika vor. Es existiert keine Impfung. Der beste Schutz ist eine sorgfältige Lebensmittelhygiene und die Vermeidung von Kontakt mit Nagetieren.


Heimatmusik
ist der heimisch-heimliche Markt von Großverdienern in der Showbranche. Was immer man an Lauten von sich gibt, ist hier platinverdächtig, sofern die öffentlichen Auftritte von einem seltsamen Outfit begleitet werden (vergl. z.B. die beiden als Clowns verkleideten Michelin-Männchen der Gruppe 'Wildschlecker Herzbuben').

Für Auswanderer: belächeln Sie niemals Menschen, die auf Heimatmusik abfahren! Je länger SIE im Ausland leben, um so geiler finden Sie Heimat-musik – besonders die traditionellen Weihnachtslieder werden Sie in jeder verschnulzten Form lieben lernen...


Heimvorteil
Dieser Begriff, der meist im Fußballer-Slang gebraucht wird, lässt sich auch wunderbar für das Thema Auswandern benutzen. Denn in der neuen Wahl-heimat haben alle andern Heimvorteil, nur wir nicht. Das fängt bei unzu-reichenden Sprachkenntnissen an, geht weiter über Unkenntnisse im Behör-dendschungel und endet bei fehlenden Informationen über die Marktsituation, wenn man eine Firma gründen will. Es muss alles mühsam erarbeitet werden, nichts fällt einem in den Schoß. So braucht ein Ausländer in Deutschland zuerst auch einmal viel Zeit um sich mit den hiesigen Sitten vertraut zu machen, bevor er einem deutschen Unternehmen das Wasser reichen und zur Konkurrenz werden kann.


Hepatitis A (Gelbsucht)
Das Hepatitis A-Virus wird mit dem Stuhl einer infizierten Person ausge-schieden. Die Übertragung kann daher im Falle von engem Kontakt direkt von Mensch zu Mensch erfolgen. Ansonsten – und weit häufiger – wird das Virus durch verschmutzte Nahrung und Getränke übertragen. Gefährdet sind Trink-wasser, Eiswürfel, Glacen, Milchprodukte, rohe Speisen, ungeschälte Früchte und in durch Kanalisationen verschmutztem Wasser gefischte Meeresfrüchte (Austern, Schalentiere).

Die ersten Symptome können 15 - 45 Tage nach der Infizierung auftreten. Fieber, ein schlechter Allgemeinzustand, Appetitverlust, Übelkeit und Bauch-schmerzen sind erste Anzeichen. Wenige Tage später verfärben sich Haut und Augen gelb und der Urin wird dunkler. Bis zur vollständigen Genesung können mehrere Monate vergehen. In seltenen Fällen kann die Krankheit tödlich verlaufen (über 50-jährige 2%). Es existiert keine spezifische Behandlung.

Die Krankheit kommt auf der ganzen Welt vor, doch in Südamerika, der Karibik, Afrika, Asien und Osteuropa tritt sie wegen den schlechteren hygienischen Bedingungen weit häufiger auf als in Westeuropa, Nordamerika und Austra-lien. Reisenden in Gebieten mit schlechten hygienischen Bedigungen wird grundsätzlich die sehr wirksame Hepatitis A-Impfung empfohlen.


Hepatitis B
Das Hepatitis B-Virus wird durch jegliche Körperflüssigkeiten – insbesondere Blut, Sperma und vaginale Ausscheidungen – übertragen. Risikofaktoren sind ungeschützter Geschlechtsverkehr, infizierte Nadeln (Drogenkonsum, Tätowie-rung, Piercing) und Operationen sowie Zahlbehandlungen in unterentwickelten Ländern. In vielen Entwicklungsländern werden Blutkonserven für Transfusio-nen oft nicht getestet! Das Virus ist sehr ansteckend und kann auch bei Ge-brauch von Zahnbürsten, Rasierklingen und scharfen Gegenständen über-tragen werden.

Mit etwa 350 Millionen chronisch infizierten Menschen ist das Hepatitis B Virus neben Tuberkulose und AIDS eines der häufigsten Infektionskrankheit welt-weit. Fünf Wochen bis sechs Monaten nach Ansteckung treten die ersten Symptome wie Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und Fieber. Meistens heilt die Krankheit wieder aus und die Leber arbeitet normal. In 5 - 10% der Fälle entwickelt sich eine chronische Erkran-kung, was Leberzirrhose oder Leberkrebs zur Folge hat.

Hepatitis B kommt weltweit vor. Doch dank der seit einigen Jahren durchge-führten Impfkampagnen ist das Vorkommen in Nord- und Westeuropa, den USA, Kanada, Mexiko und südlichen Regionen Südamerikas auf unter 0,1% der Bevölkerung gesunken. Besonders häufig tritt die Krankheit in Afrika, Asien, Ost- und Südeuropa, Russland , im Mittleren Osten, in Ozeanien, in der Karibik und in Lateinamerika auf. Es existiert eine sehr wirksame Impfung, die Reisen-den mit erhöhtem Infektionsrisiko empfohlen wird. Weitere Vorbeugungsmaß-nahmen sind geschützter Sex, sterile Injektionsnadeln, kein Austausch von Zahnbürsten und Rasierklingen etc.


Herakles
Nach der griechischen Mythologie würgte er angeblich als Neugeborener zwei Schlangen zu Tode (Historiker vermuten, dass es sich zumindest bei einer der Schlangen um den Phallus handelte). Durch das Orakel von Delphi erfuhr Herakles als Jüngling, dass er nun arbeiten müsse, worauf er, wie so viele Arbeitslose die einen neuen Job zugewiesen bekommen, in Trübsal verfiel.


Höhenkrankheit
Vor allem in den südamerikanischen Ländern wo zahlreiche Städte auf über 3000 m Höhe in den Anden liegen (z.B. Cuzco/Peru, Quito/Ecuador, La Paz/ Bolivien), stellt die Höhenkrankheit ein Problem für alle Reisenden dar. Mit zunehmender Höhe nimmt der Luftdruck und gleichzeitig der Sauerstoffpartial-druck (anteilige Sauerstoffdruck) ab, wodurch die Sauerstoffaufnahme in der Lunge abnimmt. Dies hat zur Folge, dass eine Sauerstoffunterversorgung eintritt, denn die körpereigene Atemregelung richtet sich vor allem nach dem Kohlendioxidgehalt im Blut, dessen Gehalt bei abnehmendem Luftdruck nicht steigt. Der Körper kann sich durch eine Erhöhung der Anzahl der roten Blutkörperchen nach wenigen Tagen an diese Situation anpassen.

Die Hauptgefahr des geringen Druckes besteht in einer Flüssigkeitsansam-mlung in der Lunge und anderen Körpergeweben, die durch eine Erhöhung des Blutdrucks entstehen. Symptome sind Kopfschmerzen, Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Atemnot, Schwindel, Ohrensausen, Schlaf-schwierigkeiten, Ödeme, verminderte Wasser- und Salzausscheidung. Falls man (beim Bergsteigen) akute Symptome bemerkt, sollte man in tiefere Gegenden absteigen, denn die Anzeichen der Krankheit können sich – auch wenn man auf gleicher Höhe bleibt – verstärken und in Extremfällen sogar zum Tod führen.


Homosexuälität
Die Akzeptanz von Homosexuellen variiert stark von Land zu Land. So stehen in über der Hälfte aller afrikanischen Staaten und in vielen Ländern Asiens hohe Strafen auf Homosexualität und zum Teil werden Schwule und Lesben in diesen Ländern sogar mit dem Tod bedroht. Andererseits gibt es auch wieder Staaten – vor allem in Nordeuropa – wo Homosexuelle eine eheähnliche Partnerschaft registrieren lassen oder sogar hoch offiziell heiraten können.


Honduras (Republik Honduras, HN)
Die Republik Honduras liegt in Mittelamerika und grenzt an Guatemala, Nicaragua, El Salvador, mit der Nordküste an die Karibik und hat Zugang zum Pazifik. Die Fläche Honduras beträgt etwas mehr als 112'000 qkm. 80% der 6,8 Millionen Einwohner leben an oder unterhalb der absoluten Armutsgrenze und die Arbeitslosigkeit beträgt 40%.


Hong Kong (Hong Kong Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China)
Das an der Südküste Chinas auf einer Halbinsel und über 200 Inseln gele-gene Territorium war bis 1997 eine britische Kolonie. Per 1. Juli 1997 wurde Hong Kong vertragsmäßig an China zurückgegeben. Das demokratisch marktwirtschaftliche System Hong Kongs soll während mindestens 50 Jahren neben dem kommunistischen System der Volksrepublik China bestehen, so dass die Rolle als eines der bedeutendsten Finanzzentren Asiens gesichert bleibt. Diese Autonomie erlaubt es Hongkong zwar, seine eigenen Gesetze, Zölle und seine eigene Währung zu haben, dennoch mischt sich die Regierung in Peking häufig in die Innenpolitik ein. Auf der 1'092 qkm großen Fläche der Sonderverwaltungszone leben über 6,8 Millionen Menschen, was unzählige Hochhäuser und Wohnblöcke, sprich eine äusserst begrenzte Wohnfläche, zur Folge hat.

<< Vorige Anzeige  I  I  Nächste Anzeige >>