Das Bettermann-Imperium
Erik Bettermann, das g'standene Mannsbild aus Bre-
men, herrscht über einen Vielvölkerstaat in einem
fast babylonischen Medienimperium von mehr als
100 Sprachen. Das ist so ziemlich einmalig auf der
Welt. – Deutschland als Meinungsmacher, kommt
nicht immer gut an. Besonders dort nicht, wo 'Presse-
freiheit' noch immer ein Fremdwort ist, oder wo Regie-
rungen mit anderen Mitteln gerne ein eigenes Bild
für seine Wähler und Bürger zeichnen würden.
Wie im Nahostfeldzug George W. Bushs gegen
den Bösewicht und Weltzerstörer     Saddam
Hussein. – Während des
Irakkriegs war die 'freie' Be-
richterstattung in englisch-
er Sprache, ausgestrahlt in allen US-Bundesstaaten, den 'Masterplan-Strategen' der USA ein gewaltiger Dorn im Auge...
"Sie
hören nun eine
Sendung der
deutschen
Steuerzahler..."

Die Deutsche Welle strahlt ihr Radio- und TV-Programm täglich rund um die Uhr in alle Welt aus.
Für den Empfang wer-den keine Gebühren er-hoben, lediglich eine Satellitenantenne mit dem notwendigen Reci-ver ist zum Empfang der Programme notwendig.
Zuständig für die lau- fenden Kosten und die gigantischen Gebäude-komplexe in Bonn (Radio) und Berlin (TV-Studio) sind seit nun mehr rund 50 Jahren die deutschen Steuer-zahler, die dafür jährlich mit rund einer Drittelmil- liarde Euro zur Kasse gebeten werden – tag- täglich also mehr als 750.000 Euro...

 Die Deutsche Welle        
Brücke zur Heimat
Die Deutsche Welle sieht sich als Auslandsrundfunk Deutschlands, die in journalistischer Unabhän-gigkeit ihren 'gesetzlichen Pro-grammauftrag' erfüllt. Die DW ist die mediale Visitenkarte Deutsch-lands in der Welt – mit DW-TV, DW-RADIO, DW-WORLD.DE und der DW-AKADEMIE.
Die DW produziert Fernseh-, Hör-funk- und Internetangebote in Deutsch und in zahlreichen Spra-chen für Menschen im Ausland. Sie sieht sich als Förderer des Dialogs der Kulturen und setzt sich für Völkerverständigung und Toleranz in der Welt ein.
Zu ihrem 'gesetzlichen Auftrag' gehört es, die Werte freiheitlicher Demokratie zu vermitteln und sich für die Menschenrechte einzuset-zen. Sie soll daher unabhängig, umfassend, wahrheitsgetreu und pluralistisch berichten und als eu-ropäische und deutsche Kultur-mittlerin fungieren sowie weltweit die Glaubwürdigkeit und das An-sehen Deutschlands untermauern und 'am gesellschaftlichen Dis-kurs' in Deutschland mitwirken.



 Harte Zeiten...                               

Begonnen hatte alles vor 50 Jahren und der "Kalte Krieg" zwischen Ost und West gehörte sicherlich zu den alt-ehrwürdigen Gründern der "Deutsche-Welle-Idee". 1953 rebellierten in 272 Orten und Plätzen Hunderttausende von DDR-Arbeitern gegen ihr Regime; Stalin starb in diesem Jahr und die Polen und Ungarn gingen 1956, trotz der blutig niedergeschlagenen Arbeiter-bewegung in Ostberlin, auf die Strasse.
Otto John, der Präsident des Bundes-amtes für Verfassungsschutz, wech-selte die Fronten und ging in den Os-ten, in Kuba putschte sich Fidel Castro an die Macht und im Nahen Osten drohte ein Dritter Weltkrieg am Suez-Kanal. Die Zeit war also reif, sich mit einem weltweit zu empfangenden Pro-gramm Gehör zu verschaffen...
Zudem gab es nun bereits die ersten röhrenlosen, tragbaren Transistor-Ra-dios, was die Idee vermutlich noch beflügelte, weltweit Stimmung und Meinung zu machen.
Die Idee, weltweit Meinungen zu prägen oder, wenn erforderlich, Stimmung zu machen, ist zwar nicht neu, war jedoch schon immer effektiv. Genau betrachtet, reiht sich die Deutsche Welle damit im Sammelsorium der 'Großen-Bruder-Kette' ein und darf über jeden Unbill der Zeit berichten, ohne jedoch am Ruf des wachenden Mütterleins zu kratzen. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Trotzdem: gut, dass es sie gibt, die gute alte Deutsche Welle – ohne sie wären die Holocaust-Greuel-Erinnerungen Nazi-Deutschlands um ei-niges ärmer...
Adenauer/Strauß-Idee:
Stimmungsmache
im einstigen "Kalten Krieg"
 Die Deutsche Welle heute                                                            
Die Deutsche Welle erreicht inzwischen mit ihren Hörfunk- und TV-Pro-grammen weltweit mehr als 90 Millionen Hörer bzw. Zuschauer. Das Funk-haus (Radio) sendet aus Bonn das DW-Fernsehen aus Berlin. Etwa 65 Mio. Hörer empfangen nach Angaben der Deutschen Welle wöchentlich die Radioprogramme – wieviele davon auch tatsächlich zuhören, kann man sicher nur schätzen. 8,5 Millionen wöchentliche Hörer sind deutsch-sprachig.
Deutsche Welle-TV wird in der Berliner Voltastraße produziert, wo auch die Redaktionen, Studios und die Technik von DW-TV untergebracht sind. Der Jahresetat belief sich im Jahr 2003 auf 277 Millionen Euro (etwa eine halbe Milliarde DM). Das alljährliche Gerangel um den Jahresetat wurde durch Erik Bettermann vor etwa einem Jahr beendet und die DW erhielt die politische Zustimmung und Garantie nun für mehrere Jahre fix planen zu können, was die Haushaltsplanung seit 2004 erheblich vereinfacht. Der Empgang der Deutschen Welle ist gebührenfrei – die Kosten trägt Vater Staat (siehe Kasten links).


Die Lage spitzt sich zu.
Am 17. Juni 1953 rollen
russische Panzer in Ost-Berlin ein, um den Auf-
stand der Arbeiter nie-
derzuwalzen...
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