Costa Rica - dauernder Sommer inklusive
Einreise:
Staatsbürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können sich ohne Visum bis zu 3 Monate im Land aufhalten. Der Reisepass muss bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein. Touristen müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können. Bei der Ausreise ist eine Flughafengebühr von 26 US-Dollar sowie teilweise eine Sicherheits-gebühr von 6 US-Dollar zu entrichten. Bei Aufenthalten von mehr als drei Monaten beträgt die Ausreisegebühr je nach Aufenthaltszweck zwischen 47 und 67 US-Dollar. Sollte die Ausreise über den Landweg erfolgen, ist ab sofort keine Steuer mehr zu entrichten.

Da viele Flüge nach Costa Rica in den USA zwischenlanden (z.B. Condor, Martinair), müssen auch die Einreisebestimmungen für die USA beachtet werden!


Einwanderung:
Es werden sogenannte Residencias erteilt (befristete oder unbefristete Auf-enthaltserlaubnis):

Familiäre oder verwandtschaftliche Beziehungen. Darunter fallen alle engen familiären Beziehungen mit einem/-er costarikanischem/n Staatsbürger(in), insbesondere Ehen und Kindschaftsbeziehungen (Mutter/Vater eines costari-kanischen Kindes). Dies gilt auch für adoptierte Kinder.

Rentner und Pensionäre. Es muss hierfür mindestens 600 US-Dollar Rente oder Pension als monatlich fortlaufende Zahlung nachgewiesen werden.

Investoren. Hierfür gilt im allgemeinen die Untergrenze von 200'000 US-Dollar,
von der bei besonders förderungswürdigen Investitionsvorhaben abgewichen werden kann. Was darunter genau zu verstehen ist, sollte am besten immer aktuell abgeklärt werden. Oft können die hiesigen Botschaften nähere Auskünf-te erteilen, meistens ist dies jedoch am besten vor Ort in Costa Rica in Erfah-rung zu bringen.


Wirtschaft und Beruf:
Der größte Teil des Bruttosozialprodukts wird vom Dienstleistungsbereich erwirtschaftet. Dazu gehört neben Tourismus, Banken und dem Handel auch der Staat. Ein Großteil der ausländischen Investitionen konzentriert sich auch auf den Konsumgütersektor, speziell Handelsmärkte, Kaufhäuser, Kinos, Autohandel und dergleichen. Im eigentlich produzierenden Gewerbe sieht die Situation hingegen längst nicht so rosig aus. Im sekundären Sektor, der industriellen Produktion, werden gerade mal etwas mehr als 20% er-wirtschaftet. Somit steht einem wachsenden Konsumangebot – infolge der enormen Preissteigerung – eine sinkende Kaufkraft gegenüber. Die Lohn-zuwächse können damit nicht Schritt halten. Doch die fallende Kaufkraft wird mit einer Politik des billigen Geldes, also mit erhöhtem Kreditangebot ausgeglichen... Das Land konsumiert schlichtweg mehr, als es produziert. Deshalb muss viel importiert werden, was letztlich zu einem Abfluss von Geld führt. Hinzu kommt, daß infolge der vielfach monopolistischen Produk-tionsstrukturen zu große Unternehmensgewinne gemacht werden, die ebenfalls überwiegend ins Ausland transferiert werden.

Jedes Jahr drängen rund 80'000 Jugendliche auf den Arbeitsmarkt, während nur 20'000 Pensionäre den Arbeitsmarkt verlassen. Auf der anderen Seite drängen jährlich viele neue Nicaraguaner (meist illegal) auf den costarica-nischen Arbeitsmarkt. Dies lässt die problematische Situation auf dem Arbeits-markt erkennen. Durch seine relativ hohe Sicherheit ist Costa Rica zudem auch bei anderen "Latinos" wie z.B. Cubanern und Columbianern sehr beliebt. Für Europäer gestaltet es sich daher äußerst schwierig ist, in Costa Rica eine reguläre Arbeit zu finden. Das Land ist eher ein Ort für Investoren und selbst-ständige Unternehmer. Etwas Kapital und fachliche Kompetenz sollten also vorhanden sein.

Für Selbstständige bietet überwiegend der handwerklich-gewerblichen Bereich, Tourismus und Bau- und Agrarbeereich gute Chancen. Ausge-zeichnete Möglichkeiten findet man auch in den Bereichen Medien, Informatik, Solartechnik, Energietechnik u.ä. (Nischen-Tätigkeiten!), was jedoch ganz besondere Kenntnisse erfordert. Chancen gibt es auch für "Geldverleiher" jedweder Couleur – ein relativ hartes Gewerbe, das gewissen "Risiken" unterliegt. Im Handel gibt es zwar rechtlich alle Möglichkeiten, also keine besonderen rechtlichen Einschränkungen, doch muss man sich da mit der costarikanischen Konkurrenz und den bereits ansässigen "Platzhirschen" herumschlagen. Hinzu kommen zahlreiche jüdische und arabische Kon-kurrenten, hauptsächlich mit Sitz in Panama.

Zur Ausübung freier Berufe wie z.B. Ärzte, Apotheker, Architekten, Rechtsan-wälte, Steuerberater etc. wird meist eine Zulassung benötigt. Bei Rechtsan-wälten und Steuerberatern zählt zudem die europäische Ausbildung fast gar nichts, da costarikanisches Recht und die amerikanische Form der Rech-nungslegung gelten. Firmengründungen sind nicht schwierig und deshalb relativ schnell zu machen.


Wichtige Adressen für Einwanderer und Reisende:
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Barrio Rohrmoser
Tel. 232 55 33
(Mo. bis Fr., 09:00 - 12:00 Uhr)

Konsulat der Republik Österreich
Avenida 4 / Calle 36 y 38
Tel. 255 30 07
(Mo bis Fr., 09:00 - 12:00 Uhr)

Schweizer Botschaft
Edificio Centro Colon (10. Stock)
Paseo Colon
Tel. 221 48 29
(Mo. - Fr., 09:00 - 12:00 Uhr)

Deutschland:
Botschaft Costa Rica
Dessauerstr. 28
10963 Berlin
Tel: 030 263 98 990 • Fax: 030 265 57 210
e-mail: emb-costa-rica@t-online.de

Österreich:
Botschaft Costa Rica
Schloeglasse 10/2
1120 Wien
Tel 01 804 05 37 • Fax 01 804 90 71
e-mail: aviram@aktiv.co.at

Schweiz:
Botschaft Costa Rica
Schwarztorstrasse 11
3007 Bern
Tel: 031 372 78 87 • Fax: 031 372 78 34
e-mail: Embajada.Costa.Rica@thenet.ch

<< Vorige Anzeige  I  I  Nächste Anzeige >>