Türkei - Land auf zwei Kontinenten
Einreise:
Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz brauchen einen noch mindestens 3 Monate gültigen Reisepass. Bei einem Aufenthalt von maximal 3 Monaten ist kein Visum nötig. Für längere Aufenthalte muss bei der entsprechenden türkischen Vertretung im Heimatland ein Visum beantragt werden.


Einwanderung:
Arbeitnehmer können bei der zuständigen türkischen Auslandsvertretung eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Deren Gültigkeit variiert je nach Tätigkeit zwischen 3 und 12 Monaten.

Personen, die einen längeren Aufenthalt in der Türkei geplant haben, ohne dabei einer Arbeit nachzugehen (z.B. Rentner und Pensionäre), müssen sich bei der lokalen Fremdenpolizei anmelden. Die Aufenthaltsgenehmigung kann ebenfalls dort beantragt werden. Es wird der Nachweis über ein ausreichend vorhandenes Geldvermögen bzw. Angaben über triftige Gründe verlangt, die einen Aufenthalt in der Türkei notwendig machen. Die Bearbeitung des Antrages kann mehrere Monate dauern.


Wirtschaft und Beruf:
Knapp 49% der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig, 15,6% in der Industrie und 35,5% im Dienstleistungssektor. Das Land ist weltweit der größte Produzent von Haselnüssen, getrockneten Weinbeeren und Feigen. Vor allem im Osten der Türkei werden Vieh- und Schafzucht betrieben. Das Land verfügt über reiche Bodenschätze, die mittlerweilen auch vermehrt genutzt werden. Dazu gehören Kohle, Eisen, Chrom, Kupfer, Bor, verschiedene seltende Erze und Erdöl. Die Industrie wird hauptsächlich durch den Bergbau, die Eisen- und Erdölförderung, Kraftwerke sowie die Zement-, Zucker-, Textil- und Nahrungsmittelproduktion geprägt. Die chemische und Maschinen-industrie sind noch im Aufbau. Der Tourismus hat stark an Bedeutung zugenommen. Von Istanbul ausgehend, entwickelt sich die touristische Infrastruktur entlang der Küsten der Ägäis und des Mittelmeers stetig. Der Bau des Staudamms Atatürk an Euphrat und Tigris haben die Energieerzeugungs- und Bewässerungskapazitäten verdoppelt. Die Reserven sind beträchtlich und weitere Projekte sind in Vorbereitung.

Die Türkei hat einen Zollunionsvertrag mit der EU abgeschlossen und strebt den Beitritt an. Hohe Arbeitslosigkeit, Devisenknappheit sowie die ständige Zunahme der Bevölkerung zwingen die Behörden jedoch, Arbeitsbewilligungen an Ausländer nur noch in Ausnahmefällen zu erteilen. Auch die im Land niedergelassenen ausländischen Firmen stellen nur noch selten ausländi-sches Personal an. Ehegatten von türkischen Staatsbürgern können eine Arbeitsbewilligung erhalten.


Wichtige Adressen für Einwanderer und Reisende:
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
114 Atatürk Bulvari
06540 Kavaklidere- Ankara
Tel: (0312) 4265465 • Fax: (0312) 4266959

Botschaft der Republik Österreich
Atatürk Bulvari 189
06680 Ankara
Tel: (0312) 419 04 31/2 • Fax: (0312) 418 94 54
E-Mail: ankara-ob@bmaa.gv.at

Schweizer Botschaft
Atatürk Bulvari 247
06 692 Kavaklidere
Ankara
Tel: (0312) 467 55 55 • Fax: (0312) 467 11 99
E-Mail: vertretung@ank.rep.admin.ch

Deutschland:
Botschaft der Türkischen Republik
Rungestr. 9
10179 Berlin
Tel: (030) 275850 • Fax: (030) 27590915

Österreich:
Botschaft der Türkischen Republik
Prinz-Eugen-Straße 40
1040 Wien
Tel: (01) 505 73 38 - 0 • Fax: (01) 505 36 60

Schweiz:
Botschaft der Türkischen Republik
Lombachweg 33
3000 Bern 15
Tel: (031) 359 70 70 • Fax: (031) 352 88 19
E-Mail: tcbern@tr-botschaft.ch

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