Uruguay - klein, aber fein
Einreise:
Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz brauchen bei einem Aufenthalt von maximal 90 Tagen kein Visum. Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate gültig sein.


Einwanderung:
Das Dauervisum erlaubt Einwanderern für eine unbegrenzte Zeit im Land zu bleiben. Später kann damit auch eine Permiso de reingreso (Wiedereinrei-seerlaubnis) beantragt werden, so dass man bei einer vorübergehenden Ausreise ohne Visum zurückkehren kann. Das Dauervisum erteilt die zuständige uruguayische Botschaft im Heimatland. Es besteht auch die Möglichkeit als Tourist nach Uruguay einzureisen und das Gesuch im Nachhinein beim Innenministerium einzureichen. Ein Dauervisum erhalten Landwirte, Techniker, Unternehmer, Kapitalgeber für produktive Unternehmun-gen oder qualifizierte Fachkräfte. Alle anderen benötigen einen Arbeitsvertrag. Die uruguayischen Behörden verlangen unter anderem auch ein polizeiliches Führungszeugnis.

Einwanderer, die über genügend finanzielle Mittel verfügen und leben können, ohne einer bezahlten Tätigkeit nachgehen zu müssen, sind willkommen. Darunter fallen zum Beispiel auch Rentner und Pensionäre.


Wirtschaft und Beruf:
Uruguay war jahrelang politisch, sozial und wirtschaftlich gesehen eines des stabilsten Länder Südamerikas. Im Jahr 2002 schlitterte das Land jedoch in eine schlimme Wirtschaftskrise, bei der die Finanzkrise in Argentinien mitverantwortlich war. Die Arbeitslosenrate stieg rapide an und das Land verarmte. Seitdem erholt sich die Wirtschaft wieder Stück für Stück. Die Zahlungsfähigkeit Uruguays zum Beispiel wurde 2004 von internationalen Rating-Agenturen heraufgestuft. Im gleichen Jahr kam es auch zu einem radikalen Wechsel in der Politik. Die Linke gewann erstmals seit 174 Jahren die Präsidentschaftswahlen. In den neuen Präsidenten Tabaré Vazquez werden grosse Hoffnungen gesetzt. Uruguay ist ein eher landwirtschaftlich geprägtes Land. Es werden Weizen, Soja und vieles mehr angebaut sowie Fleisch in riesigen Mengen exportiert. Uruguay ist übrigens das Land in Südamerika mit der zweitniedrigsten Korruptionsrate und der zweitbesten Verteilung an Land sowie sonstigem Vermögen.

Die Chancen, für Ausländer in Uruguay eine Stelle zu finden, stehen schlecht. Hilfs- und Fachkräfte können in der Regel ohne Mühe und zu geringen Lohnbedingungen im Land selber gefunden werden. Dies gilt insbesondere für Landarbeiter sowie Verwalter und Aufseher der grossen Estancias (Farmen), jedoch auch für Fachkräfte in den verschiedenen Industriezweigen und im Handel. Für Akademiker gibt es so gut wie keine Arbeitsmöglichkeiten, denn es besteht ein Überangebot an einheimischen.

Die beste Möglichkeit für Auswanderer besteht wohl darin, sich mit Handwerk, Landwirtschaft oder Tourismus selbstständig zu machen.


Wichtige Adressen für Einwanderer und Reisende:
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
La Cumparsita 1417/1435
Plaza Alemania
11200 Montevideo
Tel: (02) 902 52 22 • Fax: (02) 902 34 22

Botschaft der Republik Österreich
Calle French 3671
1425 Buenos Aires
Tel: (+54/11) 4802 1400, -7195, -7096 (Amt) • Fax: (+54/11) 4805 4016
E-Mail: buenos-aires-ob@bmaa.gv.at
Internet: www.austria.org.ar

Schweizer Botschaft
Calle Federico Abadie 2936/40, piso 11
11300 Montevideo
Tel: (02) 710 43 15 / 710 46 10 / 711 55 45 • Fax: (02) 711 50 31
E-Mail: swissmtv@multi.com.uy

Deutschland:
Botschaft der Republik Östlich des Uruguay
Budapester Straße 39, 3. OG.
10787 Berlin
Tel: (030) 2 63 90 16 • Fax: (030) 26 39 01 70
E-Mail: urubrande@t-online.de

Österreich:
Botschaft der Republik Östlich des Uruguay
Palais Esterhazy
Wallnerstraße 4/3/17
1010 Wien
Tel: (01) 535 66 36, 7 • Fax: (01) 535 66 18
E-Mail: uruvien@embuy.at

Schweiz:
Botschaft der Republik Östlich des Uruguay
Kramgasse 63
3011 Bern
Tel: (031) 311 27 92 und 312 22 26 • Fax: (031) 311 27 47
E-Mail: uruguay@dial.eunet.ch

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