USA - das Land der unbegrenzten Möglichkeiten
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Einreise:
Um ohne ein Visum in die USA einreisen zu können, benötigen Staatsbürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz einen maschinenlesbaren Reisepass, der noch mindestens für die geplante Aufenthaltsdauer gültig ist. Auch Kinder jeglichen Alters (Babys!) brauchen einen eigenen maschinen-lesbaren Pass. Damit wird in der Regel bei einem Aufenthalt von maximal 90 Tagen kein Visum gebraucht. Reisepässe, die nach dem 25. Oktober 2005 ausgestellt werden, müssen zudem über biometrische Daten verfügen (falls diese fehlen, muss ein Visum beantragt werden!). Neuerdings werden auch von allem Reisenden, egal ob visumspflichtig oder nicht, bei der Einreise ein digitaler Zeigefingeabdruck und ein digitales Porträtphoto angefertigt. Alle Reisenden müssen zudem ein gültiges Rück- oder Weiterflugticket vorweisen. Ein Visum wird generell benötigt wenn man in der USA arbeiten will (auch nur vorübergehend, z.B. Journalisten und Au Pair), eine Ausbildung absolvieren möchte (auch Sprachschulen), an einem Austauschprogramm teilnimmt, eine Forschungsarbeit durchführt oder keinen maschinenlesbaren Pass besitzt. Reist man nicht mit einem regelmäßigen Verkehrsmittel ein, braucht man ebenfalls ein Visum. Darunter fallen zum Beispiel Segler und Piloten.


Einwanderung:
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Möglichkeiten in die USA einzuwan-dern: Familienzusammenführung, Arbeitsaufnahme oder Green Card Lottery. Desweiteren gibt es noch gesonderte Einwanderungsbestimmungen für Asylanten, Flüchtlinge, Waisenkinder, Investoren und illegale Einwanderer, die die USA seit dem 01.01.1972 nicht mehr verlassen haben.

Familienzusammenführung – Ehepartner, Kinder, Brüder/Schwester (mind. 21 Jahre alt) und Eltern (mind. 21 Jahre alt) von US-amerikanischen Staatsbür-gern können ein permanentes Visum beantragen. An Ehepartner und unverheiratete Kinder unter 21 Jahren von in den USA lebenden Personen, die aber keine US-amerikanischen Staatsbürger sind, wird ebenfalls ein solches Visum erteilt. Der in den USA lebende Verwandte muss zudem einige Kriterien erfüllen.

Arbeitsaufnahme - Arbeitnehmer müssen überragende wissenschaftliche, künstlerische, pädagogische, berufliche oder sportliche Fähigkeiten nachwei-sen können oder bereits über einen gültigen Arbeitsvertrag für eine Vollzeitstelle verfügen. Genauere Auskünfte über die unzähligen Kriterien und Auflagen kann unter anderem die offizielle US-amerikanische Vertretung im Heimatland geben. Manager, leitende Angestellte oder Geschäftsführer einer ausländischen Firma haben die Möglichkeit ein Visum zu erhalten, wenn sie in eine Filiale in den USA versetzt werden und für diese Firma mindestens 3 Jahre gearbeitet haben. Religiöse Arbeiter können ebenfalls zu einem Visum kommen, wenn sie seit mindestens 2 Jahren aktives Mitglied einer in den USA aktiven, nicht kommerziellen, religiösen Vereinigung sein. Die Einreise muss zwecks Tätigkeit in dieser Vereinigung erfolgen.

Green Card – Jedes Jahr verlost die Green Card Lottery 50'000 dieser Karten. Dadurch bekommt man die Möglichkeit in die USA einzuwandern und dort auf Lebzeiten zu studieren, arbeiten und zu leben. Die Gewinner haben sogar Anspruch auf soziale Leistungen im Gesundheits- und Bildungswesen sowie in vielen anderen Bereichen. Ausführliche Infos dazu sowie Teilnahmebeding-ungen sind zum Beispiel auf www.americandream.de zu finden.


Wirtschaft und Beruf:
Unzählige technologische Inovationen in der Computerbranche, Tele-kommunikation und den Biowissenschaften verhalfen den USA in den 90er Jahren zum längsten kontinuierlichen Wirtschaftswachstum ihrer Geschichte. Das Volk ist nach wie vor der Ansicht, dass die Wirtschaft am besten funktioniert, wenn sie, sprich Konsumenten und Hersteller, die Entschei-dungen über Produktion und Preisgestaltung beeinflussen und nicht die Regierung oder mächtige Privatinteressenten. Die freie Marktwirtschaft wird auch dazu benutzt, um politische Werte zu verbreiten – speziell im Zusammenhang mit ihren Idealen der persönlichen Freiheit, des politischen Pluralismus und der Ablehnung von übermässigen Machtkonzentrationen. Eine wichtige Rolle für die Regierung wird allerdings trotzdem nicht ausgeschlossen. Bürger wenden sich manchmal an sie um all zu mächtige Untenehmen aufzugliedern oder zu regulieren. Die amerikanischen Bürger sind auch auf die Regierung angewiesen, wenn sie bestimmte Bereiche wie das Bildungswesen, den Umweltschutz usw., die von der Privatwirtschaft nicht genügend berücksichtigt werden, thematisieren wollen. Und obwohl sie Marktprinzipien befürworten, brauchen Amerikaner ihre Regierung manchmal, um neue Wirtschaftszweige zu entwickeln und sogar, um amerikanische Unternehmen vor Wettbewerb zu schützen.

Der produzierende Bereich in den USA hat an Bedeutung verloren und der Dienstleistungssektor ist gewachsen. Die Anzahl der nicht landwirtschaftlichen Beschäftigten hat sich in den letzten 50 Jahren beinahe verdreifacht (von 45 auf 129,5 Mio.). Das größte Wachstum verzeichneten die Computerindustrie, das Gesundheitswesen und anderen Dienstleistungssektoren. Viele der neuen Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich sind weder gut bezahlt, noch verfügen sie über die Sozialleistungen wie in der produzierenden Industrie. Die daraus resultierenden finanziellen Engpässe in zahlreichen Familien veranlaßte viele Frauen, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Gehälter dienen nicht mehr dazu, Beschäftigte gleichwertig zu entlohnen. Vielmehr sollten Arbeitskräfte wie z.B. Fachleute für Computersoftware gewonnen und gehalten werden. Diese Entwicklung trug zur Vergrößerung der Einkommensunterschiede zwischen hoch qualifizierten und ungelernten Arbeitnehmern bei. 1979 variierte das durchschnittliche Wocheneinkommen von 215 Dollar für Arbeitnehmer mit weniger als einer Sekundarausbildung bis zu 348 Dollar für Collegeabsol-venten. 1998 reichte diese Spanne von 337 Dollar bis 821 Dollar. Während der Mindestlohn in den siebziger Jahren nahezu jährlich angehoben wurde, gab es in den achtziger und neunziger Jahren wenige Erhöhungen.


Wichtige Adressen für Einwanderer und Reisende:
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
German Embassy
4645 Reservoir Road NW
Washington, D. C.
Tel: 1-202-298-4000

Botschaft der Republik Österreich
Embassy of Austria
2343 Massachusetts Ave.
Washington, D. C.
Tel: 1-202-895-6700

Schweizer Botschaft
Embassy of Switzerland
2900 Cathedral Ave. NW
Washington, D. C.
Tel: 1-202-745-7900

Deutschland:
Botschaft der Vereinigten Staaten
Neustädtische Kirchstr. 4-5
10117 Berlin
Tel: (030) 8305-0
Internet: www.usembassy.de

Österreich:
Botschaft der Vereinigten Staaten
Boltzmanngasse 16
1090 Wien
Tel: (01) 31339-0 • Fax: (01) 31006-82
Internet: www.usembassy.at

Schweiz:
Botschaft der Vereinigten Staaten
Jubiläumsstrasse 93
3001 Bern
Tel: (031) 357-7011 • Fax: (031) 357-7344
Internet: www.usembassy.ch

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